Wieder scheitert die Meisterschaft an Berlin

Mit einer großen Zäsur starten die Baskets in die Saison 2000/2001. Vier neue Spieler sollen die Athletik und Offensiv-Kraft stärken. In der Hauptrunde reicht es für den dritten Platz, in den Playoffs geht es wieder bis ins Finale. Im Team der Baskets hat es zuletzt spürbar gekriselt. Zudem hat sich in der Liga der Trend zu einer immer athletischeren Spielweise fortgesetzt. Sport-Manager Kramer und Headcoach  Socé  reagieren und  vollziehen die zweite große Zäsur in ihrer gemeinsamen Amtszeit: Vier neue Spieler kommen, von denen die kämpferischen Paul Burke und Igor Perica voll im Socé-Kompass liegen, während Playmaker Mark Miller (KK Split)  und  Center MC  Mazique (KK Zagreb) US-Bilderbuchathleten sind.

Beide haben die strenge kroatische Basketballschule ohne Störungen durchlaufen, weshalb Socé recht optimistisch ist. Zudem kommt Kelecevic zurück, und Beechum ist weiter an Bord. Alles zusammen bedeutet geballte Offensiv-Kraft – und Platz drei in der Hauptrundentabelle hinter Berlin und Leverkusen.

Im Finale wartet wieder Berlin

In den Playoffs schaltet Bonn im Viertelfinale Trier mit 3:0 aus und Leverkusen in einer hartumkämpften Serie mit 3:1. Im Finale wartet – mal wieder – Berlin. Und wieder ein Sonderzug. Diesmal hat er mit 900 Metern Rekordlänge. Die Euphorie bei den Bonner Fans ist riesengroß und Alba Berlin auf der Auswechselbank wieder zu tief besetzt. Mit 0:3 geht die Finalserie zu Ende – und nach sechs erfolgreichen Jahren Socés Trainerära in Bonn. Der Vertrag wird nach dreimal Silber in fünf Erstliga-Jahren beiderseits nicht verlängert. Socé soll frustriert gewesen sein, weil die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Baskets mehr als eine Finalteilnahme nicht zulassen würden.

Schloss Hagerhof wieder Deutscher Meister

Unterdessen feiert der Basketballkreis Bonn an anderer Stelle eine Deutsche Meisterschaft – im Schulwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“: Das Basketball-Internat Schloss Hagerhof in Bad Honnef hat bei den Jungen seinen ersten Titel gewonnen und wird dies 2002 sogar wiederholen. Mit Lehrer Martin Otto, einst GTV- und RTV-Aufbauspieler, und Geschäftsführer Michael Laufer, einst RTV-Headcoach, sind dort alte Basketballbekannte am Werk.

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