Predrag Krunic wird Headcoach

Die wichtigste Personalentscheidung des Sommers 2001 ist die Cheftrainerfrage. Kramer und Wiedlich brauchen nicht lange, um sie zu beantworten: Predrag Krunic, seit 1998/99 Co-Trainer unter Socé, soll das Zepter übernehmen. Damit verbunden: ein größeres Spieler-Revirement. Von den Schlüsselspielern bleiben nur Beechum und Burke. Krunic hat aber einen Herzenswunsch.

Die Baskets sind im Sommer 2001 nicht nur in Deutschland ein etablierter Erstligist, sondern haben sich auch in Europa einen Namen gemacht. Seit 1997/98 spielt man durchgängig im Korac- oder höherklassigeren Saporta-Cup (heute EuroCup) und hat zuletzt zweimal das Saporta-Viertelfinale erreicht: Einmal hieß Pamesa Valencia (1999/00) die Endstation, das andere Mal Maroussi Athen (2001/02).

Deshalb fliegt der neue Baskets-Coach Predrag  Krunic zuversichtlich in seine Heimatstadt, um Aleksandar Nadjfeji (KK Radnicki Belgrad) zu verpflichten. Der Power Forward hat bereits mit 16 Jahren in der „jugoslawischen Bundesliga“ gespielt, ist Nationalspieler und in Deutschland ein Unbekannter. Der Coup gelingt, und der 25-Jährige wird bald die ganze Liga beeindrucken. Zum Saisonstart am 3. Oktober 2001 aber erstmal den neuen Wildcard-Bundesligisten RheinEnergy Cologne. Dort sitzt Svetislav Pesic auf der Trainerbank, und Bonn zeigt sich bärenstark: 85:66 vor 15.000 Zuschauern.

Krunics  Team  ist auch bärenstark: Mit Beechum und dem neuverpflichteten Aleksandar Zecevic hat es zwei Scharfschützen und in Terrence Rencher wieder einen Top-Playmaker. Nach der Hauptrunde stehen die Baskets punktgleich mit Frankfurt und Köln ganz oben und beenden die Hauptrunde als Tabellenzweiter. Doch in den Playoffs verletzen sich Beechum und Burke. Im Halbfinale folgt das Aus gegen Köln (1:3). Doch die erste Saison ohne Socé, vor der nicht wenige Bauchschmerzen hatten, ist gemeistert. Für Krunic war sie auch eine Emanzipationsetappe.

2001