Erster Einzug in die Pokal-Endrunde

Die Saison 2002/2003 startet mit einer Neuverpflichtung, die sich später als Glücksgriff erweist. In der Liga läuft es zunächst prächtig und im Pokal schaffen es die Baskets erstmals in die Top Four.

Baskets-Coach Krunic ersetzt Zecevic durch Brad Traina, Burke durch  Brian Brown, und der schwedische Nationalspieler Olouma Nnamaka wird sofort Publikumsliebling: Bald wird er „The Wall“ heißen, weil seine Sprungkraft ihm reihenweise spektakuläre Blockshots erlaubt. Außerdem hat Bonn – nach Behnke – wieder den längsten Spieler der Liga. Der 2,21 Meter lange Aleksandar Radojevic ist aber auch einer der emotionalsten, nicht nur bei den Baskets, sondern ligaweit. Das stimuliert die Hardtberghalle und verursacht auswärts Pfeifkonzerte. Emotional aufgeladen bleibt, wie eh und je, auch das Treiben am Spielfeldrand, wenn der nüchterne Hamburger Referee Boris Schmidt in der Konstellation Kramer/Pesic „Dienst tut“.

Erstmals werden die Telekom Baskets Hauptrunden-Erster, und erstmals in der Clubgeschichte ziehen sie in die Pokal-Endrunde (TOP 4) ein. Mit Traina haben sie einen Spieler an Bord, der manchmal undiszipliniert agiert, aber auch binnen Minuten mit einer Dreierserie von nahe der Mittellinie Spiele kippen kann. Im Zielleinlauf beider Wettbewerbe bleibt der große Wurf aus. In den Playoffs wird der rheinische Rivale Bayer Leverkusen zwar mit 3:2 niedergekämpft, im Halbfinale folgt das Aus gegen Bamberg (1:3). Im Top 4 scheidet man im Halbfinale gegen Köln (76:85) aus.

2002