Krunic muss gehen

Hurl Beechum verlässt die Baskets im Sommer nach fünf Jahren. Ein neuer Topscorer muss her, der Kader wird einer der teuersten in der Vereinsgeschichte. Dennoch verläuft die Saison verläuft enttäuschend und hat personelle Konsequenzen.

Beechum verlässt nach immerhin fünf Spielzeiten den Hardtberg, Rencher wird von Köln „eingekauft“ und Branko Klepac steht vor seiner fünften Saison in Bonn. Das Wechselkarussell beschert den Baskets jedoch mit dem Litauer Rimantas Kaukenas, dem Slowenen Aleksandar Capin und dem US-Amerikaner Altron Jackson, zuletzt Topscorer in Ungarn, überragende Einzelspieler. Höhepunkt wird die Viertelfinal-Serie gegen die Skyliners Frankfurt: Bonn als Hauptrunden-Zweiter ist Favorit, liegt 0:2 zurück. Mit zwei außerordentlichen Klimmzügen schafft die Krunic-Truppe noch das 2:2, dann setzt sich der spätere Überraschungsmeister im 5. Spiel in der Hardtberghalle (76:83) durch.

2004: Krunic und sein „ic“-lastiges Team
Sport-Manager Kramer, für den Basketball einst Deutscher geworden, zieht es samt Familie zurück in die USA – per Greencard. Seine GmbH wird im Sommer geschlossen. Die Baskets gründen für das „Bundesliga-Geschäft“ die BonBas GmbH. Kramer und Krunic beeilen sich im Sommer mit der Kader-Zusammenstellung. Alles etwas überhastet. Das Team ist zudem etwas „ic“-lastig: Radovan Markovic, Dragan Miletic, Branko Milisavljevic, Aleksandar Djuric, Martin Mihajlovic, dazu Landsmann Nadjfeji und der Ungar Balasz Simon sowie der Lette Kristaps Janicenoks. Krunic gleitet sein mit Spielern aus Ex-Jugoslawien gespickte Team aus dem Ruder, und Milisavljevic gilt als Ich-bezogener Charakter und heimlicher Anführer. Es gibt tolle Spiele, sogar das TOP-4-Finale wird erreicht, aber erstmals seit 1997 verpassen die Baskets die Playoffs.

2004: Krunic muss gehen
Im Sommer entlassen die Baskets Krunic. Nun müssen sie neben Kosten für die Hallenplanung auch noch eine Abfindung stemmen. Auch soll der Kader 2004/05 einer der teuersten gewesen sein. Erstmals läuten die Baskets eine umfangreiche Trainersuche ein. Letztlich vertraut man wieder einem erfolgreichen Headcoach aus Ex-Jugoslawien: Daniel Jusup aus Kroatien kommt, die Co-Trainer stehen schon vorher fest. Einmal hält man an Karsten Schul fest, zum anderen holt Wiedlich Michael Koch, einen der besten und erfahrensten deutschen Basketballer. Er wohnt in Königswinter.

2004